Missgeschick

“Können Sie einen Krankenwagen schicken? Mir ist ein kleines Malheur passiert.” Dies waren die ersten Sätze, die eine 47-Jährige aus Norden gegenüber der Rettungsleitstelle äußerte, nachdem sie am Abend des 25. Juni den Notruf gewählt hatte. (…) Mit einem Messerstich in die Brust hatte die Frau ihren 45-jährigen Lebensgefährten tödlich verletzt.
(Prozessbericht im Anzeiger für Harlingerland, 11. Dezember 2014)

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Räuberzivil

Was für ein elendes Mistwetter – und dann noch ein Außentermin auf dem Fliegerhorst, militärischer Appell. Das kennt man ja: Der Wind pfeift um die Ecken, man steht herum und wartet, bis die Zeremonie beginnt, und am Ende ist man durchgefroren wie ein Eiszapfen. Also noch schnell nach Hause, was Warmes drunter- und drübergezogen, sieht ja keiner unter der weiten Winterjacke. Dicke Stiefel an und dann ab zum Flugplatz.  „Wo geht’s denn lang?“ fragt man an der Wache. Der Wachhabende gibt bereitwillig Auskunft: „Der Empfang“, sagt er, „ist im Offiziers-Casino“.