Ogida und Edathy

Zum wiederholten Male berichtet die „Welt am Sonntag“ heute von einem angeblichen Ableger der Pegida in Ostfriesland. Dabei gibt es bislang keinen stichhaltigen Hinweis auf die tatsächliche Existenz einer solchen Gruppe. In einem sehr interessanten Interview mit Ex-Innenminister und DRK-Präsident Rudolf Seiters stellt der Interviewer während eines Spaziergangs am Emsdeich bei Papenburg die Frage: „Befürchten Sie, dass mit Pegida die rechte Gewalt zurückkommen könnte? Es gibt ja sogar eine ostfriesische Splittergruppe, die ‚Ogida‘.“ Seiters geht auf diesen Hinweis auf Ogida nicht ein. Recherchen in den vergangene Wochen von Martin Wein und Ole Cordsen und haben jedoch widerlegt oder zumindest ernsthafte Zweifel geweckt, dass eine solche Gruppe überhaupt existiert. Siehe Berichterstattung im Weser-Kurier oder Ostfriesen-Zeitung. Eine Fata Morgana sei „Ogida“. Allerdings versucht inzwischen die NPD in Ostfriesland auf den Pegida-Zug aufzuspringen, siehe hier.

Dazu passt dann der Artikel von Susanne Gaschke (das ist die Journalistin, die Oberbürgermeisterin von Kiel war) über die Edathy-Affäre, ebenfalls in der heutigen Ausgabe. Ein kluger Beitrag, in dem sie auch die Medien kritisiert: „… hat Edathy zwar absolut recht, es wird zu viel geschlampt und falsch abgeschrieben in der täglichen Eiltempo-Berichterstattung.“

Wohl wahr. Möge die WamS bei sich selbst anfangen, es besser zu machen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s